die hübsche Insel Naissaar/Estland

Chris und ich leihen uns ein Mountainbike beim Hafenmeister. Oh nein, was für ein schmaler Sattel, das tut ja jetzt schon weh, denke ich. Die Wege sind sehr sandig und steinig. Mit der Sonnenbrille sieht man schlecht im Schatten, ob voraus Schlaglöcher sind oder nicht. Mit jedem Meter wird meine Laune immer schlechter und nach einer weiteren halben Stunde weigere ich mich weiterzufahren. Selbst der Skipper droht einmal vom Rad zu stürzen. Wir kehren um. Der Plan ist, ein kleines geländegängiges Auto zu leihen. Es soll 50 Euro/ h kosten. Am Hafen angekommen bezahlen wir die Räder und bleiben bei einem russischen Militär LKW, 3 Achser, stehen, der abfahrbereit ist. Im Internet hatte ich gelesen, das man mit denen auch zur Inselrundfahrt mitfahren kann. Ich frage einen Mann, der meint aber, dass das heute ein Familienausflug ist. Nach Rücksprache mit dem Familienoberhaupt bietet er uns an teilzunehmen. Jeder von uns zahlt 10 Euro und los geht’s. Dann erfahren wir, dass der Eigner des Ausflugdampfers“Monica“ heute mit Kind und Kegel unterwegs ist, um sich Sehenswürdigkeiten der Insel anzuschauen. Es sind alles Esten, total freundlich und viele sprechen Englisch. Wir sehen uns eine alte Kirche an, selbst die schwedische Königsfamilie war schon dort, fahren zu einem Grillplatz, dort liegen viele entschärfte aufgehäufte Seeminen. Der Grill besteht aus einem Mine-Chain- Cutter:

Wir fahren zurück und nehmen noch einen Spezialisten auf, der der Familie Bunkeranlagen zeigt und uns natürlich auch.

Dungeons and Dragons:

Danach ging es zu einer alten riesigen Lafette aus der Zarenzeit, die wohl Geschosse mit einem Durchmesser von 40 cm abfeuern konnte.

Zum Schluss zeigte man uns einen hohen oberirdischen Bunker, der noch begehbar war, aber- alles war rostig und marode. Abenteuer ich komme.

Wir hatten einen so schönen Tag mit dieser netten estnischen Familie, es war toll.

Am nächsten Tag haben wir eine Wanderung zur alten aufgegeben Minenfabrik gemacht . Der Weg an sich hat sich wegen der schönen Natur gelohnt, nicht aber die Fabrik. Das waren nur zerfallene Schuppen, keine Mine war zu sehen.

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