Fårö/ Schweden

Fårö ist eine kleine Insel vor Gotland.

Wir sind in den Hafen Lauterhorn eingelaufen.

Liegegebühr 38 ft 150 SKr plus 30 SKr Strom

Dusche 10 SKr

Wie ihr seht: Schweden hat nicht den Euro sondern SKronen. Tja, wie der Hafenmeister schon sagte: „Wir wollen auf Fårö nicht den Euro.“ Super, Wir hatten keine schwed. Kronen, aber eine Eurocard. Nur eine Eurocard passt nicht in den Münzschlitz des Duschautomaten.

Wir haben uns erstmal beim Hafenmeister ein Auto gemietet. Preis: 400 SKr/Tag , keine KM Begrenzung.

Wir sind im Prinzip rund Fårö gefahren und teils quer durch. Traumhaft schön, wild, Natur pur: Durchzogen von Bruchsteinmauern, Windmühlen , die von Schafen bewacht werden, Pinien, Wacholder, vielen Wildblumen und Disteln.

Wir haben nette Schweden gesprochen, entgegen der Hinweise von anderen, sie wären gerne für sich und nehmen auch die Fender mit rein. Tatsächlich stimmt das mit den Fendern, oft sogar.

Zu uns waren sie sehr freundlich, haben uns oft beim Anlegen geholfen. Recht viele Schweden sprechen gerne deutsch und waren uns gegenüber sehr aufgeschlossen.

Trotzdem die dt. Nationalmannschaft die schwedische geschlagen hatte.

Wir hatten den -Eindruck, Fårö ist eine Insel für Alternative.

Die Schweden haben anders als wir Deutsche recht viele Kinder. Scheinbar unterstützt der Staat die Familien besser als in Deutschland.

Am 25.06.2018 ist mein Papa 81 Jahre alt geworden und mit meiner Mutter 60 Jahre verheiratet. Herzlichen Glückwunsch und ganz liebe Grüße an meine Eltern.

Von Jurmo nach Fårö/ Schweden

Ich hatte Wache, der Skipper schlief. Dann sah ich auf dem Plotter seltsame Formationen. Mal 1, mal 2 Boote hintereinander, das eine ein Segler, der andere unter Maschine fahrend. Ich nahm das Fernglas, nee das auf dem Wasser hatte ich noch nicht gesehen, konnte ich nicht einschätzen, da musste der Skipper ran. Erst war er unwirsch, ob des Weckens, dann war er interessiert, das hatte er auch noch nicht gesehen. Nun waren es sogar 3 Objekte auf dem Plotter, ganz dicht beisammen. Ah, es könnte ein Convoi sein. Dann kam seine Anweisung an den Eins O ( an mich) Funkkontakt aufzunehmen. Das tat ich dann auch brav. Leider konnte ich keinen Schiffsnamen auf dem Plotter erkennen, so funkte ich den Convoi mit ihren Positionsdaten und mit Convoi an. Ein netter Herr antwortete mir im exzellenten Englisch, sie hätten uns auch schon gesehen, ich fragte, ob wir unseren Kurs beibehalten sollen. Als Antwort kam, das wir den Convoi an Steuerbord passieren sollten. Als sie dann näher kamen, sahen wir des Rätsels Lösung:

Vorneweg war ein Hochseeschlepper, dieser zog ein riesiges Ungetüm hinter sich her ( der Segler!) und von der anderen Seite stabilisierte ein anderer Hochseeschlepper mit Leine dieses Teil.

Nachdem wir sie passiert hatten kam noch der nette Funkspruch: „Thank you for your cooperation.“

Und der Eins O war happy, alles richtig gemacht.

Dann ging es weiter nach Fårö. Hier kommen einige Impressionen:

Sunset

Vänö nach Jurmo

Jurmo sollte ein Zwischenstopp nach Mariehamn werden.

Aber es kommt doch immer anders als man denkt. Für die nächsten Tage wurde ein Sturm angekündigt und so sind wir nicht nach Mariehamn aufgebrochen. 9 Bft und das gegenan muss man nicht wirklich unter Maschine machen.

So beschlossen wir einen Saunatag bei 8 Bft einzulegen. Draußen rüttelte der starke Wind an dem schmächtigen Saunahäuschen, drinnen war es muckelig.

Das kleine Jurmo wird täglich von einer relativ großen Fähre angelaufen. Wir lagen im Hafen (insgesamt gab es mit uns 3 deutsche Boote) an der Mole und wenn dann die Fähre kam, war zwischen uns nicht viel Platz, davon wollte ich ein Video machen. Gesagt, getan.

Als die Fähre dann auf uns relativ nah zusteuerte, der Wind an unserem Schiff zerrte und wütete, wir hatten immerhin 8 Bft in Böen 9, dann gab es einen Knall und auf Steuerbord achtern hat es den Epoxyblock der Fussreling inclusive Schrauben und Klampe herausgerissen und umgebogen. Was für ein Schreck.

Chris ließ dies keine Ruhe und sobald der Wind nachließ und es nicht mehr regnete, schritt er 4 h zur Tat und reparierte tapfer den Schaden.

Hafenliegegebühr: 20 Euro/Tag/38ft inclusive Dusche. Die Sauna kostet 15 EUR/h.

Es gibt einen kleinen Tante-Emma-Laden am Hafen. Dort kann man auch seine Hafengebühren bezahlen. Man kann dort Donuts kaufen mit kleingehackten Wacholderstückchen, echt lecker.

Jurmos Vegetation:

niedriger Wacholder, kaum Wildrosen ( nur in Hausnähe), viele Flechten und Moose wie auf Vänö. Eine felsige Insel. Auch hier regieren Trolle und Hexen!

Witzig: ein Bauer hält dort eine Herde Alpakas.

Auf Jurmo gibt es einen schönen Spazierweg zu einer Kapelle, dorthin sind wir dann gewandert, den Wald mieden wir, wegen der Mosquitos.

Vänö/ Åland/ Finnland , Insel der Hexen und Trolle.

Nun sind wir im Ålandarchipel und haben uns die Insel Vänö ausgesucht.

Der Hafen ist klein, es gibt Heckmooring- Bojen, aber auch eine Mole. Dort liegt schon ein britisches Boot. Die Dame des Bootes hilft uns beim Anlegen, es hat deutlich aufgefrischt. Unterwegs hatten wir sogar 7 Bft gegen an.

Es gibt keinen Hafenmeister in Vänö und man entrichtet das Hafenentgelt nach den Vorgaben auf dem Zettel am Steg und legt es vertrauensvoll in den Briefkasten am Hafen. Für 38ft und Tag zahlen wir 12 EUR. Es gibt keine Duschen und Toiletten.

Am Steg gibt es Wasser und Strom.

Was ein Boot so alles aushält…

Vänö wurde uns von einem finnischen Segler empfohlen, der übrigens fließend deutsch sprach.

Vänö hat eine wilde Natur und soll laut Volksglauben auch von Trollen und Hexen bewohnt sein. Wir müssen also auf der Hut sein…

Vänö ist für mich eine Insel des Wacholders, der Flechten, Wildrosen ( keine R. rugosa) und Mücken. Auf dem Naturpfad sollte man sich vor Schlangen in Acht nehmen…

Von Helsinki nach Hanko/Finnland

Die Sauna im Hafen Smultrongrundet von Hanko war super.

Quelle: Navionics

Hafengebühren: 37 Euro/Tag/38 ft inclusive super Saunalandschaft, Duschen, Fähre

Lidl, ca. 1,5 km entfernt, tolles Frischesortiment, gut sortiert.

Haben unseren Mooringhaken für 87 Euro in einem Auto- und Boots- und Angelzubehörladen gekauft, der sich kurz vorm Lidl befindet.

Und, im Hafen Smultrongrundet/ Hanko gibt es Fingerstege und zu unserer Zeit gab es keine Mosquitos!

Eine Fähre (all in) verkehrt zwischen Festland und Insel. Entfernung zum Festland ca. 200 m.

Entfernung Helsinki Hanko ca. 80 sm.

Quelle: Navionics

Skipper beim Essen fassen.

Helsinki/Finnland

Wir sind in Helsinki am späten Nachmittag eingelaufen. Dieser Hafen heißt Hsk Yachtclub. Nett. Wir erreichten den Hafenmeister nicht und nahmen uns dann irgendeine freie Box mit Heckmooring. Man ist ja doch immer froh, wenn von Land eine Hand gereicht wird. Diese Hand stammte von einem Briten, den wir schon in Ventspils und Riga getroffen hatten. Seine Frau war jetzt auch zu ihm gestoßen. Sie erzählten uns, das der Hafenmeister im Wochenende sei. Oha. Wir blieben trotzdem die eine Nacht. Am nächsten Morgen ging es besser weiter, zu dem Hafen , den die Briten uns empfohlen hatten.

Der absolute Volltreffer. Ein wunderschöner Hafen mit ganz viel Hafenkino. Der Name des Hafens ist Liuskasaari – Skifferholmen. Der Hafen liegt auf einer kleinen vorgelagerten Insel vor der Altstadt von Helsinki. Eine Fähre bringt uns die 200 m zum Festland und ist in der Liegegebühr inclusive. 35 EUR/ Tag/38ft. Sauna und Dusche all in; Duschen waren ok, in der Sauna waren wir nicht, aber hier haben wir ordentlich viel Wäsche gewaschen, war auch all in.

Wir sind Samstag früh in diesen Hafen eingelaufen.

Die Sonne lachte, ganz Helsinki flanierte in seinen Bötchen, mal klein, mal sehr groß, wir hatten einen super Liegeplatz mit Heckmooring, die Tankstelle war nahebei, das Hafenkino war erste Sahne, es war der perfekte Tag.

Auf unseren Spaziergängen gab es viel Nachwuchs zu bestaunen: bei den Schwänen, den Möwen, den Gänsen. Die Kleinen waren so niedlich.

Schon am Sonntag war alles anders, zwar waren auch viele Boote unterwegs, aber eine andere Atmosphäre. Klar der Montag nahte und viele Segler mussten früh zurück nach Hause.

Dieser Ballon ist nicht abgestürzt, sondern auf einer Wiese vor der Altstadt von Helsinki, wunderbar sichtbar von unserem Liegeplatz, gestartet.

Hübsches Motorbötchen an der Tanke. Da läuft die Kreditkarte warm…

Fazit: Helsinki war super.

Tallinn/ Estland

Wir laufen auf Empfehlung eines Finnen in den Olympiahafen (27 EUR/ Tag) ein. Er ist sehr groß, die Duschen sauber (2,-EUR). Hier wird momentan der Straßenbelag erneuert, also so richtig gemütlich ist es nicht. Aber, mit einem Dreitagesticket für 7 EUR kommt man schnell in die Stadt. Dann ist an der Bushaltestelle noch ein Supermarkt, Selver und alles ist gut.

Am Hafen liegt ein Café/ Bistro, Sailors Home, dort gibt es schnelles Internet, sehr leckere 🍔 und gutes Bier zum vernünftigen Preis.

Der Old Harbor liegt mitten in der City von Tallinn, aber dort ist auch eine Riesenbaustelle und somit laut.

Tallinn ist eine tolle Stadt, moderne Architektur paart sich hier gekonnt mit mittelalterlichen Baustil.

Zu meinem Geburtstag waren wir im Restaurant „Anno“ essen. Durch Zufall sind wir daran vorbeigekommen. Es war große Klasse. Eine raffinierte und köstliche Küche. Für 2 Personen mit Vorspeise, Hauptgericht, Nachtisch, Wein und Bier 78 EUR. Höherpreisig, aber nicht abgehoben.

Zwei Tage haben wir uns die Füße wundgelaufen. Wir haben uns das Historische Museum von Estland angesehen und die wunderschöne Altstadt bestaunt. Wir haben noch lange nicht alles gesehen. Wir müssen wohl wiederkommen.😊

die hübsche Insel Naissaar/Estland

Chris und ich leihen uns ein Mountainbike beim Hafenmeister. Oh nein, was für ein schmaler Sattel, das tut ja jetzt schon weh, denke ich. Die Wege sind sehr sandig und steinig. Mit der Sonnenbrille sieht man schlecht im Schatten, ob voraus Schlaglöcher sind oder nicht. Mit jedem Meter wird meine Laune immer schlechter und nach einer weiteren halben Stunde weigere ich mich weiterzufahren. Selbst der Skipper droht einmal vom Rad zu stürzen. Wir kehren um. Der Plan ist, ein kleines geländegängiges Auto zu leihen. Es soll 50 Euro/ h kosten. Am Hafen angekommen bezahlen wir die Räder und bleiben bei einem russischen Militär LKW, 3 Achser, stehen, der abfahrbereit ist. Im Internet hatte ich gelesen, das man mit denen auch zur Inselrundfahrt mitfahren kann. Ich frage einen Mann, der meint aber, dass das heute ein Familienausflug ist. Nach Rücksprache mit dem Familienoberhaupt bietet er uns an teilzunehmen. Jeder von uns zahlt 10 Euro und los geht’s. Dann erfahren wir, dass der Eigner des Ausflugdampfers“Monica“ heute mit Kind und Kegel unterwegs ist, um sich Sehenswürdigkeiten der Insel anzuschauen. Es sind alles Esten, total freundlich und viele sprechen Englisch. Wir sehen uns eine alte Kirche an, selbst die schwedische Königsfamilie war schon dort, fahren zu einem Grillplatz, dort liegen viele entschärfte aufgehäufte Seeminen. Der Grill besteht aus einem Mine-Chain- Cutter:

Wir fahren zurück und nehmen noch einen Spezialisten auf, der der Familie Bunkeranlagen zeigt und uns natürlich auch.

Dungeons and Dragons:

Danach ging es zu einer alten riesigen Lafette aus der Zarenzeit, die wohl Geschosse mit einem Durchmesser von 40 cm abfeuern konnte.

Zum Schluss zeigte man uns einen hohen oberirdischen Bunker, der noch begehbar war, aber- alles war rostig und marode. Abenteuer ich komme.

Wir hatten einen so schönen Tag mit dieser netten estnischen Familie, es war toll.

Am nächsten Tag haben wir eine Wanderung zur alten aufgegeben Minenfabrik gemacht . Der Weg an sich hat sich wegen der schönen Natur gelohnt, nicht aber die Fabrik. Das waren nur zerfallene Schuppen, keine Mine war zu sehen.

Von Hiiumaa/Estland nach Naissaar/Estland.

Als wir aus Heltermaa auslaufen wollten, kam uns im Tonnenstrich ein großer Frachter entgegen, so liefen wir wieder in den Hafen ein. Nachdem der Frachter festgemacht hatte liefen wir wieder aus und die Fähre kam uns nun entgegen. So liefen wir wieder in den Hafen ein. Oha. Wir sind ja nett.

Zuerst hatten wir mäßig Wind und konnten Segel setzen, später mussten wir wieder motoren. Unterwegs habe ich den riesigen Kopf eines Seelöwen gesehen, der uns neugierig nachsah.

Mit dem letzten Büchsenlicht und 83 sm später liefen wir in den gut gefüllten Hafen von Naissaar ein.

Entgegen meiner Befürchtungen summten nicht sehr viele Mosquitos um uns herum.

Wir gingen schlafen, nur so richtig dunkel wird es hier nicht.

Hafengebühren: 25 Euro

Dusche: 4 Euro

Sauna: 35 Euro/h

Fahrrad leihen: 6 Euro/ h

Es ist ein bisschen teuer hier, aber sehr schön.

Wer es noch nicht wusste: auf Naissar produzierten die Russen Land- und Seeminen. Auch im Krieg wurde Naissaar oft von Bomben getroffen bzw. wurden hier sehr, sehr viele Landminen gelegt und Seeminen versenkt. Laut Internetseite von Naissaar wird mindestens 1 x im Jahr eine Seemine an den Strand gespült. Wenn man diese sichtet, soll man nicht darauf reiten, nicht damit Fußball spielen, sondern die 112 wählen und Meldung machen. Wenn man auf dieser Insel zeltet, dann soll man niemals die Wege verlassen…

Die Insel Hiiumaa/Estland

Da wir die Nacht durchgesegelt sind haben wir im Hafen Heltermaa bis 1230 Uhr geschlafen. Nach einem guten Frühstück ging Chris zum Hafenmeister. Aber nein, bezahlt wird am Automaten. 25,- EUR/38 Fuß, incl. Dusche und Sauna.

Die sanitären Anlagen sind sauber, der Hafen ordentlich, schön, das Wetter gut, aber nicht heiß.

Am Nachmittag sitzen wir an der Bushaltestelle und ich studiere Infomaterial vom Hafenmeister. Ich lese, das man die Insel gut durch Local guides ansehen könne. Gesagt getan, ich rufe den ersten an, den zweiten, den dritten, keiner nimmt ab. Dann habe ich endlich Erfolg bei einem deutschsprachigen Guide. Aber irgendwie verstehen wir uns nicht so richtig, eine Frau mir gegenüber ist auch am Telefon und scheint ein wenig ratlos. Ich lege auf, da ich am Telefon nicht weiterkomme, die Dame gegenüber legt auch auf. Wir sehen uns an, lachen, denn wir haben eben im Lärm der Straße miteinander gesprochen. Sie kam aber gerade von der Arbeit und war zu erschöpft, um uns heute herumzuführen. Sie sagte aber noch, welcher Bus in die Stadt führe (1,40 EUR /Fahrt /Person) und gab uns noch ein paar Tipps. Es waren über 20 km bis zur City Kärdla. Das Wetter war sonnig, das Städtchen schön, kaum Mücken, die Menschen freundlich. Anschließend sind wir zum Supermarkt Selver gelatscht, haben in diesem gut sortierten Supermarkt schön eingekauft und ließen uns ein Taxi rufen, ein Bus fuhr nicht mehr. Tja, welchen Fehler haben wir da gemacht? Wir haben den Taxifahrer vorher nicht gefragt, wie teuer die Fahrt bis zum Hafen Heltermaa sein würde. Oha. Wir haben 25,-EUR gezahlt!!! Als wir ausstiegen, wurde ich erst richtig sauer über meine Blödheit. Was tun? Ich studierte auf dem Boot die Internetseiten von Hiiumaa und stieß auf die e-Mail Adresse des Touristikbüros. Dort habe ich Dampf abgelassen in Form einer saftigen Mail über diese Abzocke. Zu meinem Erstaunen bekam ich postwendend Antwort. Der arme Taxifahrer hat doch zur Zeit kaum Kunden, dann muss ich auch seine Anfahrt zahlen , jeden gefahrenen Km und auch seine Rückfahrt! Ich lach mich tot. Das passiert mir nicht nochmal.

Ansonsten wäre ich gerne noch einen Tag länger geblieben. Wir werden mit Sicherheit nochmal hinsegeln.

Diese Insel scheint vom Holzhandel zu leben, überall sieht man geschlagenes duftendes Holz.

Hier sprechen nicht so viele Leute Englisch.

von Riga nach Hiiumaa Estland

Tja, diese 136 sm werden mir lange in Erinnerung bleiben. Frühmorgens sind wir in Andrejosta/Riga ausgelaufen bei mäßig Wind. Nachmittags hatten wir raumen Wind und segelten Schmetterling, setzten den Bullen, baumten die Genua aus. Der Wind drehte immer weiter. Wir wussten, in der Nähe der Insel Ruhnu sollte es abends 6 Bft in Böen 8 geben. Diese Insel hatten wir weit hinter uns gelassen, alles war relativ ruhig. Es frischte trotzdem aber immer mehr auf. Es kam das 1. Reff ins Groß, 1. Reff Genua, dann wollte ich das 2. Reff ins Groß binden, aber es stürmte schon so sehr, das ich das alleine nicht konnte. Chris befahl dann , das Groß runterfallen zu lassen. Dann 2. Reff in die Genua und hinterher noch kleiner. Die Wellen wurden immer fieser, steiler und kürzer. Die mächtigen Wellen türmten sich immer höher auf. Die alte Lady Seven CS nahm geduldig jede gemeine Welle, neigte sich teils heftig zur Seite, schüttelte sich kurz, Geschirr klirrte, richtete sich auf und weiter ging es. Das war bislang mein heftigster Sturm.

Danach segelten wir noch in ein Gewitter rein mit so einer komischen Wolke, meiner Meinung nach eine fiese Böenwalze.

Am nächsten Morgen in der Früh wurden unsere seglerischen Bemühungen endlich belohnt mit einem wunderschönen Sonnenaufgang in Farben, die echt knallig waren.

von Ruhnu/Estland nach Riga/Lettland

Leider hatten wir bei der Überfahrt nach Riga kaum Wind und wir mussten viel motoren. Nach fast 64 sm liefen wir in den Hafen von Andrejosta ein. Die Fingerstege waren sehr wackelig und teils in einem sehr maroden Zustand. Die Duschen waren dem Hafenrestaurant angegliedert, sauber aber winzig. Abends dröhnte die Musik bis tief in die Nacht. Für unsere 38 Fuß Yacht zahlten wir 32,30 Eur Liegegebühr incl. Waschmaschine, Duschen und langsames WiFi. Die Hafenmeister wechselten täglich. Es gab auch keine Aushänge dort für die Segler. In Andrejosta existiert keine Tankstelle mehr. Wir hatten mit Kanistern an der Tanke getankt. War ein witziges Bild von uns.

Wirklich gut war die Nähe zur Altstadt sowie zum großen Supermarkt Rimi, der wirklich sehr gut sortiert war, toll. Wir versuchten in Riga in mehreren Apotheken Verbandsmaterial für den verletzten Finger von Chris zu bekommen. Die Ausbeute war gering und von schlechter Qualität.

Riga hat viele schöne alte Villen und ganz viele Botschaften. Es hatte länger nicht mehr geregnet, daher war es tatsächlich sehr staubig in der Stadt und ich als Asthmatikerin hatte echt damit zu kämpfen.

Im Hafen von Andrejosta haben wir Thomas und Undine von der SY Summertime wieder getroffen, die wir in Klaipeda kennengelernt hatten.

Ich mag die Kräne am Hafen.

Ruhnu/Estland, die Insel der Moskitos oder Einsam wohnen mit Mücken.

Nach Saaremaa sind wir weiter nach Ruhnu/Estland gesegelt/motort.

Nach 70 sm sind wir gegen 2200 Uhr angekommen. Der Hafenmeister half uns beim Festmachen. Wolken aus Mosqitos umschwebten und piesackten uns. Der Hafen war nett. Am nächsten Morgen haben wir uns für 1 Euro/Stunde ein Fahrrad geliehen und die Insel erkundet. Sie ist schön grün, doch wenn man anhält, wird man gnadenlos gestochen.

Der Ortskern enthält 2 wunderschöne alte Kirchen und herrlich duftende Rosenstöcke.

Von Ventspils/Lettland nach Saaremaa/Estland.

Heute ist wieder ein Tag ohne Wind, aber wir wollen weiter. So nutzen wir die Eiserne Genua für die 65 sm, zum Glück haben wir „Bob“fürs motoren, der es klaglos macht.

Die letzten Meilen bis zum 2 sm langen Kanal können wir zum Glück noch segeln.

Wir laufen in den Hafen von Kuressaare ein. Es ist sehr nett hier, toll. Oskar, der alte Hafenmeister ist total freundlich und versorgt uns mit reichlich Infomaterial über diese Insel.

Das Restaurant am Hafen ist exquisit.

Ventspils/Lettland

Aus den eigentlich 135sm mit Wind immer gegen an und ungünstigen Winddrehern laufen wir nach 293 sm erschöpft in Ventspils/Lettland ein.

Eigentlich hätten wir uns auch für Gotland entscheiden können. Aber wir wollten das halt aufsparen für den Rückweg.

In der Nacht hatten wir schlechtes Wetter, Gewitter und so eine Art Böenwalze war über uns. Ätzend, vor allem auch kalt.

Die Marina ist nicht sonderlich schön, aber die sanitären Einrichtungen sind super, auch eine Waschmaschine gibt es. Jetzt wäscht Familie Flodder erst mal reichlich schmutzige Wäsche, ein Ölwechsel wird vorgenommen, Wasser getankt…

Aber, ich mache trotzdem ganz nette Fotos im Hafen.

Das erste Mal machten wir an einer Mooring fest.

Die Achterleine war zu kurz und ich knüpfe eine 2. dran und belegte sie. Irgendwie gefiel es mir nicht und ich wollte neu belegen, die Leine flutschte durch meine Hände, wir waren wieder frei, super. Manöver von neuem, oha.

Ventspils ist eine Stadt der Parkanlagen, wunderschön. wir waren auch an einem tollen feinsandigen Strand, klasse.

Von Nida über Klaipeda Richtung Ventspils

Unsere Erfahrungen mit einem kleinem NATO Flottenverband.

Auf unserem Plotter machen wir schnelle Schiffe aus, die uns irgendwie in die Zange zu nehmen schienen oder?

Dann sehen wir sie. Es sind Kriegsschiffe eines NATO- Flottenverbandes. Man sieht unterschiedliche Nationalitäten/Flaggen.

Hier wird die Versorgung auf See von 2 Kriegsschiffen geübt.

Was sagen euch die Signale bei Tag und wie ist die Lichterführung von Kriegsschiffen bei Nacht? 😮?